
Jedes Symbol im Grundriss folgt aus einer einzigen Idee: Der Grundriss ist ein waagerechter Schnitt durch das Gebäude, meist etwa 1 bis 1,5 m über dem Fußboden, von oben gesehen. Was der Schnitt trifft, wird am kräftigsten gezeichnet, vor allem die Wände. Was darunter liegt, etwa Arbeitsplatten, Stufen oder Wannenränder, erscheint dünner. Was darüber liegt, wie Oberschränke, Unterzüge oder Dachfenster, ist gestrichelt.
Abkürzungen und Zeichen unterscheiden sich je nach Büro, Software und Land. Deshalb gilt vorab eine Regel: Die Legende des Plans hat Vorrang. Diese Seite hilft bei allem, was die Legende nicht erklärt, und beim Grundriss im Exposé ist das oft alles. Wie man einen Plan als Ganzes liest, steht in unserem Ratgeber how to read a floor plan (auf Englisch).
Welche Abkürzungen stehen für die Räume?
Die Raumkürzel sind nicht genormt. Die folgenden sind in deutschen und österreichischen Grundrissen am häufigsten; oft steht der Raumname auch einfach ausgeschrieben da, mit der Fläche darunter.
| Kürzel | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| WZ, Wohnen | Wohnzimmer | Häufig mit Essbereich und offener Küche in einem Raum |
| SZ, Schlafen | Schlafzimmer | |
| KiZi, KZ, Kind | Kinderzimmer | Bei mehreren oft nummeriert: Kind 1, Kind 2 |
| Zi., Zimmer | Zimmer | Ohne festgelegte Nutzung, oft als Gäste- oder Arbeitszimmer gedacht |
| AZ, Arb., Büro | Arbeitszimmer | |
| Kü, K, Kochen | Küche | Eine Kochnische steht meist im Wohnraum, ohne eigene Tür |
| Ess., Essen | Essbereich oder Esszimmer | |
| Bad | Badezimmer | Mit Wanne, Dusche oder beidem |
| Du, Duschbad | Dusche, Bad mit Dusche statt Wanne | |
| WC, Gäste-WC | Separate Toilette | Meist mit kleinem Handwaschbecken |
| Fl., Flur, Diele | Flur, Eingangsbereich | „Diele“ meint meist den Eingangsbereich der Wohnung |
| Gard. | Garderobe | Nische oder Wandstück für Mäntel, meist im Flur |
| Ank. | Ankleide | Begehbarer Kleiderschrank, meist neben dem Schlafzimmer |
| AR, Abst. | Abstellraum | Innerhalb der Wohnung |
| HWR | Hauswirtschaftsraum | Platz für Waschmaschine, Trockner, Vorräte, oft auch die Haustechnik |
| HAR | Hausanschlussraum | Strom, Wasser, Gas oder Fernwärme kommen hier ins Haus |
| Speis. | Speisekammer | |
| Blk., Balkon | Balkon | |
| Lo., Loggia | Loggia | Ein nach außen offener Raum, der in die Fassade eingeschnitten ist |
| Terr. | Terrasse | |
| TH, TRH | Treppenhaus | |
| KE, Keller, KR | Keller oder Kellerraum | Gehört meist nicht zur Wohnfläche |
Was bedeuten Wfl., m² und qm?
Wfl. ist die Wohnfläche, NF die Nutzfläche. m² ist die korrekte Schreibweise für Quadratmeter, qm eine ältere, umgangssprachliche Form, die in Anzeigen bis heute vorkommt. Gemeint ist dasselbe.
Die Fläche unter dem Raumnamen ist meist die Grundfläche dieses Raums. Die Wohnfläche der ganzen Wohnung wird in Deutschland häufig nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) berechnet, und die zählt nicht jede Fläche voll:
- Flächen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 m zählen voll, solche zwischen 1 und 2 m zur Hälfte, unter 1 m gar nicht. Das betrifft vor allem Räume unter Dachschrägen.
- Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen zählen in der Regel zu einem Viertel, höchstens zur Hälfte.
- Keller, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Heizungsräume und Garagen gehören nicht zur Wohnfläche.
Manche Pläne geben Flächen nach DIN 277 an, die anders rechnet als die WoFlV. Steht keine Methode dabei, fragen Sie nach, vor allem bei Dachgeschosswohnungen und großen Balkonen. In Österreich ist meist von Nutzfläche die Rede; nach dem Mietrechtsgesetz zählen offene Balkone und Terrassen dort nicht dazu.
Was bedeuten OKFF, RH, BRH und lichte Höhe?
Höhenangaben stehen im Grundriss als Zahl neben einem kleinen Dreieck (der Höhenkote) oder als Kürzel mit Zahl. Sie sind in Metern angegeben, bezogen auf eine Nullhöhe, die meist mit ±0,00 markiert ist.
| Kürzel | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| OKFF | Oberkante Fertigfußboden | Die Höhe, auf der Sie später stehen, mit Estrich und Belag |
| OKRF, OK Rohdecke | Oberkante Rohfußboden | Die rohe Betondecke, noch ohne Fußbodenaufbau |
| ±0,00 | Bezugshöhe | Häufig OKFF im Erdgeschoss; Geschosse darüber zum Beispiel +2,85 |
| RH | Raumhöhe | Auf manchen Werkplänen auch Rohbauhöhe; im Zweifel die Legende prüfen |
| LH, lichte Höhe | Lichte Raumhöhe | Vom fertigen Fußboden bis zur fertigen Decke |
| BRH | Brüstungshöhe | Höhe der Fensterunterkante über dem Fußboden, zum Beispiel BRH 90 |
| OK, UK | Oberkante, Unterkante | Etwa UK Sturz oder UK Decke |
| Sturz | Der Träger über einer Tür- oder Fensteröffnung | Seine Unterkante bestimmt die Durchgangshöhe |
Der Unterschied zwischen Rohbau- und Fertigmaß ist in der Höhe erheblich: Estrich, Dämmung und Belag nehmen oft gut zehn Zentimeter weg, abgehängte Decken noch mehr. Für Aufenthaltsräume verlangt die Musterbauordnung eine lichte Höhe von mindestens 2,40 m; die Landesbauordnungen weichen davon teils ab, besonders im Dachgeschoss.
Wie erkenne ich tragende und nichttragende Wände?
Im Exposé-Grundriss sind meist alle Wände gleich schwarz oder grau gefüllt, egal woraus sie bestehen. Auf Bauplänen verraten Dicke und Schraffur mehr:
| Darstellung | Bedeutung | Hinweis |
|---|---|---|
| Dicke, gefüllte Wand am Rand | Außenwand | Mit Dämmung oft 30 bis 50 cm dick |
| Dicke Innenwand, gleich gefüllt | Oft tragende Wand oder Wohnungstrennwand | Typische Mauerwerksdicken: 17,5 cm, 24 cm, 36,5 cm |
| Dünne Wand, etwa 10 bis 12,5 cm | Meist nichttragende Trennwand | Häufig Trockenbau oder dünnes Mauerwerk (11,5 cm) |
| Schräge Schraffur | Meist Mauerwerk | Jedes Büro hat seine Legende |
| Dunkel gefüllt oder eigene Schraffur | Oft Stahlbeton | Stahlbetonwände sind meist tragend oder aussteifend |
| Kleines gefülltes Quadrat oder kleiner Kreis | Stütze | Lässt sich nicht versetzen |
| Zwei gestrichelte Linien quer durch den Raum | Unterzug | Ein Balken unter der Decke; darunter ist es niedriger |
| Rechteck mit diagonalem Kreuz | Schacht | Leitungen und Rohre zwischen den Geschossen |
| Gestrichelte oder farbige Wand | Abbruch oder Neubau | Im Umbauplan oft gelb für Abbruch, rot für Neues; die Legende entscheidet |
Die Dicke allein beweist nichts: Auch eine dünne Wand kann tragen, und nicht jede dicke Wand trägt. Ob eine Wand weg darf, sagt nur die Statik, also der Tragwerksplaner oder die Unterlagen der Hausverwaltung.
Wie sind Türen und Fenster eingezeichnet?
| Symbol | So sieht es aus | Hinweis |
|---|---|---|
| Drehflügeltür | Lücke in der Wand, ein Strich für das Türblatt und ein Viertelkreis | Der Bogen zeigt, wohin die Tür aufschlägt und wie viel Platz sie braucht |
| Zweiflügelige Tür | Zwei Türblätter mit Bögen, die sich in der Mitte treffen | Oft zwischen Wohn- und Essbereich oder als Fenstertür |
| Pendeltür | Bogen auf beiden Seiten der Wand | Schwingt in beide Richtungen |
| Schiebetür | Schmales Rechteck neben der Öffnung, oft mit Pfeil | Läuft vor der Wand entlang |
| Schiebetür in der Wand | Türblatt gestrichelt in der Wand | Verschwindet in einer Wandtasche |
| Öffnung ohne Tür | Lücke ohne Türblatt und Bogen | Ein Durchgang |
| Fenster | Lücke in der Außenwand mit zwei oder drei dünnen Linien | Die Linien stehen für Rahmen und Glas |
| Bodentiefes Fenster, Fenstertür | Fensterlinien bis zum Boden, oft BRH 0 oder ohne BRH | Als Fenstertür zum Balkon mit Bogen gezeichnet |
| Dachfenster | Gestricheltes Rechteck | Liegt über der Schnittebene |
Neben Türen und Fenstern stehen oft zwei Zahlen, etwa 88,5/2,01: Breite, dann Höhe. Bei Türen ist das meist die Maueröffnung im Rohbau, nicht das Türblatt. Die Öffnungsmaße sind in DIN 18100 genormt; eine gängige Öffnung für Innentüren ist rund 88,5 cm breit und 2,01 m hoch. Bei Fenstern kommt die Brüstungshöhe dazu.
Ob eine Tür DIN links oder DIN rechts ist, regelt DIN 107: Man schaut von der Seite auf die Tür, zu der sie sich öffnet. Sind die Bänder dann links, ist es eine DIN-links-Tür.
Was bedeuten Steigungen und Lauflinie bei Treppen?
Eine Treppe erscheint im Grundriss als Reihe schmaler Rechtecke, eines pro Stufe. In der Mitte läuft die Lauflinie: Sie beginnt mit einem kleinen Kreis an der ersten Stufe (dem Antritt) und endet mit einem Pfeil an der letzten (dem Austritt). Sie zeigt immer nach oben, auch im oberen Geschoss.
Dazu steht meist eine Angabe wie 16 Stg. 18,1/26: 16 Steigungen, jede 18,1 cm hoch, mit 26 cm Auftritt. Eine schräge oder gezackte Linie quer durch den Lauf markiert, wo die Schnittebene die Treppe trifft; was darüber liegt, ist gestrichelt oder fehlt. Weitere Begriffe:
- Podest: eine ebene Fläche zwischen zwei Läufen.
- Gewendelte Treppe: Die Stufen laufen in einer Ecke fächerförmig zusammen; an der schmalen Seite geht es sich schlecht.
- Spindeltreppe: Die Stufen sind kreisförmig um eine Mittelsäule angeordnet.
- Luftraum: ein Rechteck mit diagonalem Kreuz von Ecke zu Ecke. Dort ist kein Boden, der Raum darunter reicht über zwei Geschosse.
Welche Symbole gibt es in Bad und Küche?
| Symbol | So sieht es aus | Hinweis |
|---|---|---|
| Badewanne | Langes Rechteck mit abgerundetem Innenrand und Ablauf | Meist 160 bis 180 cm lang |
| Duschwanne | Quadrat oder Rechteck mit Diagonalen zum Ablauf | Bodengleiche Duschen oft nur mit einer Linie für die Glaswand |
| WC | Ovales Becken, dahinter ein schmales Rechteck | Ohne Rechteck oft ein Wand-WC mit Vorwandinstallation |
| WT, Waschtisch | Oval oder Rechteck an der Wand | Doppelwaschtisch mit zwei Becken |
| WM | Waschmaschine oder ihr Anschluss | In Wohnungen oft im Bad, im HWR oder in der Küche |
| TR | Wäschetrockner | Manchmal auf der Waschmaschine gestapelt |
| Kochfeld, Herd | Quadrat mit vier Kreisen | Gas oder Induktion ist nicht zu erkennen |
| Spüle | Rechteck mit einem oder zwei Becken | Daneben oft die Abtropffläche |
| KS, Kühlschrank | Quadrat oder Rechteck, beschriftet | |
| GS, GSP | Geschirrspüler | Unter der Arbeitsplatte, deshalb manchmal gestrichelt |
| Arbeitsplatte | Band von etwa 60 cm Tiefe an der Wand | Die Unterschränke werden nicht einzeln gezeichnet |
| Oberschränke, Dunstabzug | Gestrichelte Linie oder gestricheltes Rechteck | Liegen über der Schnittebene |
| Heizkörper | Langes, schmales Rechteck an der Wand, oft unter dem Fenster | Fußbodenheizung steht als FBH oder als Text im Plan |
Elektro-Symbole wie Steckdosen, Schalter und Leuchten folgen meist der Normenreihe DIN EN 60617, erscheinen aber fast nur im Elektroplan, kaum im Verkaufsgrundriss. Eine Leuchte ist dort oft ein Kreis mit einem Kreuz.
Wie lese ich Maßketten?
Eine Maßkette ist eine Reihe aneinandergehängter Maße entlang einer Linie. Kurze Schrägstriche begrenzen die einzelnen Maße, Hilfslinien führen zur gemessenen Kante. Bei Außenwänden liegen oft mehrere Ketten hintereinander: außen das Gesamtmaß, weiter innen Vorsprünge und Wandabschnitte, ganz innen die Öffnungen für Fenster und Türen.
Deutsche Baupläne schreiben Maße nach einer festen Konvention:
- Maße unter 1 m in Zentimetern, zum Beispiel 76.
- Maße ab 1 m in Metern, mit Komma, zum Beispiel 3,76.
- Eine hochgestellte kleine Zahl steht für Millimeter: 1,26⁵ sind 1,265 m, 11⁵ sind 11,5 cm.
Die Maße im Grundriss sind häufig Rohbaumaße. Der Putz trägt auf jeder Wandseite etwa ein bis eineinhalb Zentimeter auf, der fertige Raum ist also etwas kleiner. Für Möbel, die knapp passen müssen, messen Sie besser vor Ort nach. Mehr zu Maßen im Grundriss steht im Ratgeber floor plan dimensions (auf Englisch).
Was sagen Maßstab und Nordpfeil?
Der Maßstab gibt an, wie stark der Plan verkleinert ist:
- 1:100: 1 cm auf dem Plan sind 1 m in der Wirklichkeit. Typisch für Entwurfs- und Bauantragspläne.
- 1:50: 2 cm auf dem Plan sind 1 m. Typisch für Werkpläne, mit mehr Details.
Das gilt nur für das Original in seiner Papiergröße. Ein Grundriss im Exposé, auf dem Bildschirm oder ausgedruckt ist fast nie maßstäblich, manche tragen den Hinweis „unmaßstäblich“. Messen Sie dann mit der Maßstabsleiste, falls es eine gibt, oder rechnen Sie von einem bemaßten Wandstück aus hoch.
Der Nordpfeil zeigt die Himmelsrichtung. Mit ihm sehen Sie, wohin Balkon und Fenster zeigen und wann die Räume Sonne bekommen. Fehlt er, fragen Sie nach: Für Schlafzimmer, Balkon und Wohnbereich ist die Ausrichtung oft wichtiger als ein paar Quadratmeter.
Abkürzungen mit mehreren Bedeutungen
Manche Kürzel bedeuten je nach Plan etwas anderes:
- RH: meist Raumhöhe, auf Werkplänen manchmal Rohbauhöhe.
- K: Küche, auf manchen Plänen auch Keller oder Kind.
- WT: Waschtisch, gelegentlich auch Wäschetrockner.
- St.: je nach Plan Stütze, Sturz oder Stellplatz.
- HWR und HAR: klingen ähnlich, sind aber verschiedene Räume, der eine für die Wäsche, der andere für die Hausanschlüsse.
Klärt der Zusammenhang es nicht, fragen Sie beim Makler, Bauträger oder Architekten nach, der den Plan herausgegeben hat.
Den eigenen Grundriss prüfen
- Suchen Sie Legende und Plankopf. Notieren Sie Maßstab, Datum und ob es ein Exposé-, Bauantrags- oder Werkplan ist.
- Ordnen Sie jede Linienart zu, besonders die gestrichelten.
- Markieren Sie, was bei einer Renovierung bleibt: dicke Wände, Stützen, Unterzüge, Schächte.
- Prüfen Sie jeden Türbogen auf Konflikte mit Möbeln und jede Brüstungshöhe.
- Klären Sie Kürzel mit mehreren Bedeutungen.
- Notieren Sie, was fehlt: Heizkörper, Waschmaschinenanschluss, Sicherungskasten, Platz für den Kühlschrank. Fragen Sie danach.
Wenn sich die Symbole im Kopf noch nicht zu Räumen fügen, laden Sie den Grundriss bei FloorTo3D hoch: Wände, Türen, Fenster und Räume werden aus der Zeichnung gelesen, und die Wohnung öffnet sich möbliert in 3D. Am besten klappt es mit schwarz oder grau gefüllten Wänden, wie in den meisten Exposés. Mehr dazu auf der Seite 3D-Grundriss.
Häufige Fragen
Was bedeutet HWR im Grundriss?
HWR steht für Hauswirtschaftsraum: ein Raum für Waschmaschine, Trockner, Bügelbrett und Vorräte, in Einfamilienhäusern oft auch für die Haustechnik. In Wohnungen ist er seltener; dort übernimmt oft ein Abstellraum oder das Bad diese Aufgabe.
Was bedeutet AR im Grundriss?
AR ist der Abstellraum, manchmal auch als Abst. abgekürzt: ein kleiner Raum ohne Fenster für Staubsauger, Koffer und Vorräte. Liegt er innerhalb der Wohnung, zählt er zur Wohnfläche, ein Kellerabteil dagegen nicht.
Was heißt OKFF?
OKFF bedeutet Oberkante Fertigfußboden: die Höhe des fertigen Bodens mit Estrich und Belag. Höhenangaben im Plan, zum Beispiel für Fenster oder Decken, beziehen sich meist darauf.
Was bedeutet BRH beim Fenster?
BRH ist die Brüstungshöhe: wie hoch die Unterkante des Fensters über dem Fußboden liegt. BRH 90 heißt 90 cm. Bei bodentiefen Fenstern steht BRH 0 oder gar keine Angabe.
Was ist der Unterschied zwischen lichter Höhe und Rohbauhöhe?
Die lichte Höhe misst vom fertigen Fußboden bis zur fertigen Decke, also das, was Sie im Raum tatsächlich haben. Die Rohbauhöhe misst zwischen den rohen Betondecken. Der Unterschied liegt vor allem im Fußbodenaufbau und kann leicht zehn Zentimeter und mehr ausmachen.
Woran erkenne ich eine tragende Wand im Grundriss?
Hinweise sind die Dicke, die Schraffur und die Lage: Außenwände, Wohnungstrennwände und dicke Innenwände aus Beton oder Mauerwerk tragen oft. Sicher ist das aber nur mit dem Tragwerksplan. Fragen Sie vor jedem Durchbruch einen Statiker.
Was bedeuten die Zahlen an der Treppe?
Eine Angabe wie 16 Stg. 18,1/26 bedeutet 16 Steigungen mit je 18,1 cm Höhe und 26 cm Auftritt. Die Lauflinie in der Mitte beginnt mit einem Kreis an der ersten Stufe und zeigt mit dem Pfeil nach oben.
Was bedeutet ein Kreuz im Grundriss?
Das hängt davon ab, wo es steht. Ein Rechteck mit diagonalem Kreuz ist ein Luftraum, ein Aufzugsschacht oder ein Installationsschacht. Ein kleiner Kreis mit Kreuz ist im Elektroplan meist eine Leuchte. Ein gestricheltes Rechteck mit Kreuz ist oft ein Dachfenster.
Wie rechne ich den Maßstab 1:100 um?
Bei 1:100 entspricht 1 cm auf dem Plan 1 m in der Wirklichkeit, bei 1:50 sind es 2 cm pro Meter. Das gilt aber nur für das Original in seiner Papiergröße; einen Exposé-Grundriss auf dem Bildschirm messen Sie besser an einem bemaßten Wandstück.
Zählt der Balkon zur Wohnfläche?
Nach der Wohnflächenverordnung in der Regel zu einem Viertel, höchstens zur Hälfte. Welcher Anteil angesetzt wurde, steht nicht immer im Plan, also fragen Sie nach. In Österreich zählen offene Balkone und Terrassen nach dem Mietrechtsgesetz nicht zur Nutzfläche.
Gibt es FloorTo3D auf Deutsch?
Diese Website ist auf Deutsch, die Oberfläche der App vorerst auf Englisch. Sie ist bewusst einfach gehalten: Grundriss ablegen, zusehen, wie Wände, Türen und Räume gelesen werden, und durch die Wohnung gehen.
Quellen
- Wohnflächenverordnung (WoFlV), §§ 2 und 4: was zur Wohnfläche gehört und wie sie angerechnet wird (Gesetze im Internet)
- DIN 1356-1, Bauzeichnungen: Arten, Inhalte und Grundregeln der Darstellung
- DIN 107, Bezeichnung mit links oder rechts im Bauwesen
- DIN 18100, Wandöffnungen für Türen
- Musterbauordnung (MBO), § 47: lichte Raumhöhe von Aufenthaltsräumen
- Österreich: Mietrechtsgesetz (MRG), § 17: Berechnung der Nutzfläche
